AUSZEIT

Kalabrien - Sizilien - Griechenland (Teil 1 - bis 05.01.2024)

 

Tag 1: Ternitz - Mugello ca. 720km

Abfahrt um 08:00 Uhr in Ternitz, erster Stop in Villach, Diesel € 1,529 / Liter. Weiter nach Udine, Padua, Bologna über den Apennin zum heutigen Stellplatz bei Mugello. Bei der Autobahnabfahrt wird unser Autobahnticket nicht erkannt. Nach langem Diskutieren mit der Stimme am Automat, wird uns eine "Ersatzmaut" von € 62,70,-- aufgebrummt und der Schranken öffnet sich. Lt. Internet sollten es ca. € 35,-- sein. Wir fahren weiter zum Stellplatz. Nach einigen Telefonaten wird uns ein Code mitgeteilt, welcher das Einfahrtstor öffnet. Am Abend schreiben wir noch ein Beschwerdemail an die Autobahngesellschaft - auf Antwort wird gewartet.... Die Nacht wird kalt, es hat am Morgen an die null Grad, im Womo mit Heizung hat es angenehme 20 Grad plus.

 
 
 

Tag 2: Mugello - Tivoli 320km

Es ist kalt, sehr kalt. Wir packen zusammen und fahren gegen 09:30 ab. Der Tank wird gefüllt mit 57 Liter zu einem Preis von 1,749 / Liter. Es geht über Florenz Richtung Rom. Einige Staus und Unfälle / Baustellen vereiteln unseren heutigen Plan. Wir beschließen kurzfristig, nach Tivoli bei Rom zu fahren. Über p4n. finden wir einen privaten Stellplatz, den wir anfahren möchten. Bei der Autobahnabfahrt passiert uns ein Deja-vu. Das Autobahnticket wird wieder nicht akzeptiert. Die diesmal freundlichere Stimme am Automat verrechnet jedoch nun die richtige Gebühr von € 22,00 und wir fahren durch den Schranken. Durch enge Gassen erreichen wir schließlich den privaten Stellplatz Nähe der Stadt Tivoli, welche wir morgen besichtigen wollen.

 
 
 

Tag 3: Tivoli - Le Vagnole (Duna Club Camping) ca. 200km

Nach einer ruhigen Nacht am Stellplatz fahren wir nach Tivoli. Der erste Versuch scheitert an einer Baustelle - alles wieder retour. Der zweite Versuch gelingt, aufregende 10km bis zum Parkplatz in der Stadt. Die Italiener fahren wie die Idio.... links/rechts - egal wie. Nach einem zweistündigen Rundgang durch Tivoli fahren wir weiter. Heute soll es noch ans Meer gehen. Für die rund 200km benötigen wir gut 5h, da wir 3 Stunden im Stau stehen. Es weihnachtet und alle wollen heim. In der Finsternis erreichen wir den heutigen Stellplatz (€20/24h) direkt am Meer. Ob wir hier noch einen Tag bleiben, entscheiden wir morgen bei Tageslicht.

 
 
 

Tag 4: Le Vagnole - Diamante (Lido Tropical Sosta Camper) ca. 300km

Der heutige Tag beginnt mit Sonnenschein und einem kurzen Strandspaziergang. Zum ersten Mal wird die "kurze" angezogen. Der Strand ist schön, trotzdem beschließen wir, weiter in den Süden zu fahren. Für den Stellplatz sind € 20,-- angeschrieben. Beim bezahlen bekommen wir aber spontan ein "Skonto" von € 5,00,-- -> mille grazie. Über die Schnellstrasse und Autobahn fahren wir an Neapel vorbei, bis zur Autobahnabfahrt bis Lagonegro. Kurz nach der Abfahrt ein Schreckmoment - ein Fiat Panda mit Fahrerin 80+ denkt, dass sie uns bei einer Tankstellenzufahrt die Vorfahrt nehmen muss. Kurz mit 80km/h bergab in die "Eisen" und nach links verzogen. Alles gut, wir kommen nach ca. 4h am heutigen Stellplatz in Diamante an, wo wir direkt, am zu Zeit stürmischen Meer, einen Platz in der ersten Reihe bekommen (€ 12,00 / Tag inkl. ACDC). Der erste Eindruck des Tropical Sosta ist sehr positiv, wir bleiben hier zumindest für die kommenden beiden Nächte.

 
 
 

Video Tag 4

 
 
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Tag 5 & 6 am Lido Tropical Sosta Camper in Diamante

Der erste Eindruck vom Stellplatz hat uns nicht getäuscht. Die Sanitäranlagen sind einfach aber sauber - die Duschen sind warm (€ 1,00 / 180sec.) Wir stehen in erster Reihe direkt am Tyrrhenischen Meer. Obwohl es den ganzen Tag bewölkt ist, haben wir an die 16 Grad und es ist überraschend windstill. Mittags kommt ein Camper aus Passau bei uns vorbei - mit den Worten: "Ich freu mich, dich einmal persönlich kennen zu lernen....". Es ist ein kleines Missverständnis, da er meinen verstorbenen Vater gemeint hat und er immer seine Reiseberichte (haka.co.at) verfolgte. Auch Peppo und Treitler sind ihm bekannt. Ersteren werden wir in ein paar Tagen treffen. Einerseits stolz als auch wehmütig verabschieden wir uns von Hans aus Passau und spazieren nach Diamante. Das Wetter ändert sich leider auch am zweiten Tag nicht. Es ist grau in grau aber Zeit für uns, diverses am und im Wohnmobil zu organisieren. Makita fühlt sich wohl, sie kann großteils ohne Leine am Strand herumtollen. Morgen wollen wir weiter Richtung Süden fahren.

 
 
 

Tag 7: Diamante - Tropea ca. 160km

Pünktlich wie geplant fahren wir um 10:00 Uhr vom Platz ab. Für 3 Nächte bezahlen wir inkl. Strom € 36,00. Es geht weiter Richtung Süden. Das Wetter ist wie in den vergangenen Tagen eher trüb aber bei angenehmen 17 Grad. Der Küstenstrasse entlang fahren wir nach Tropea. Eine wirklich sehenswerte Stadt. Ein paar mal fahren wir gegen die Einbahn, STOP -Tafel wird übersehen und eine Ampel wird plötzlich ROT - Beifahrer leicht nervös aber ohne Schrammen erreichen wir unser Ziel. Wir finden über p4n einen Parkplatz ca. 1km außerhalb von Tropea, wo wir mit einem Tschechen unser Nachtlager aufschlagen. Morgen werden wir vorrausichtlich die "Insel" erreichen.

 
 
 

Tag 8: Tropea - Camping La Focetta Sicula ca. 150km

Der Übernachtungsparkplatz bei Tropea zeigt sich als Glücksgriff. Die Nacht verläuft ruhig und ohne Probleme. Um 08:50 Uhr fährt die Polizzia eine Runde am Platz aber ohne Beanstandungen. Der Küste entlang geht es bis Villa San Giovanni zum Fährhafen nach Messina. Um € 91,00 kaufen wir unser Ticket nach Sizilien (hin und retour). Gegen 11:30 Uhr fahren wir mit der Trinacria nach Messina. Nach gut 45min. erreichen wir dir größte Insel im Mittelmeer.

Anm.: Das Müllproblem in den südl. Ländern,  die wir bereits bereist haben (u.a. Albanien, Griechenland...), war immer wieder erschrecken aber Süditalien ist in der Statistik sehr weit oben....

Inspiriert von haka.co.at fahren wir zum La Focetta Sicula Campingplatz um € 25,--/Nacht und 4kWh Strom pro Tag. Wir stehen direkt in der ersten Reihe am Meer. Auf der Fähre nach Messina haben wir Landsleute aus Oberwart kennen gelernt und wir hatte uns einiges zu erzählen. Der Nachmittag verlief daher eher kurzweilig bei schönstem Wetter. Pizza am Abend in der nahe gelegenen Pizzeria mit Vino Rosso und Birra Messina. Der Campingplatz zeigt sich als Hundeunfreundlich - daher werden wir nur eine Nacht hier verbringen und morgen auf den Ätna fahren.

 
 
 

Tag 9: Camping La Focetta Sicula - Etna (Ätna) Nationalpark ca. 70km

Wie gestern angekündigt verlassen wir den Campingplatz wo wir nur 1kWh Strom verbrauchten. Wir "versuchen" mit dem Wohnmobil nach Taormina zu fahren. Nach zwei Versuchen brechen wir ab und fahren auf die Autobahn Richtung Etna. Wieder einmal streikt bei der Autobahnauffahrt der Automat - wir bekommen kein Ticket. Ein freundlicher Sizilianer, der hinter uns in der Schlange steht, steigt aus und geht zum Nachbarautomaten und "zupft" uns ein Ticket. Grazie :-) Wir fahren ca. 20km Autobahn - bei der Abfahrt wird das Ticket wieder einmal nicht erkannt - der rote "Hilfe" Knopf wird gedrückt und wir sagen der Dame am anderen Ende, dass wir in Taormina aufgefahren sind - nun wissen wir ja schon, wie es geht... Wir fahren zum Etna - traumhaftes Wetter begleitet uns und wir genießen den Tag auf 2.000m ü.A. Am Nachmittag finden wir über p4n einen Traumplatz mit Aussicht auf den Etna und auf Catania (bei Nacht).

 
 
 

Tag 10: Etna - Camping Rocca Dei Tramonti in Punta Braccetto ca. 160km

Nach einer ruhigen Nacht am Aussichtsparkplatz auf ca. 1.700m geht es

bei 16 Grad und schönstem Sonnenschein an die Hütten - Innenreinigung und an kleine Reparaturarbeiten, die bereits überfällig waren. Gefühlte 10kg Sand aus Diamante und Schlacke aus dem Etna werden aus dem Wohnmobil geschafft. Gegen mittags fahren wir Richtung Catania durch eines der Lavafelder des Etna. In Gatto Corvino wird die Außenreinigung des Wohnmobils durchgeführt, ehe wir am Camping Rocca Dei Tramonti eintreffen. Wir werden von Helga und Peppo gleich herzlich empfangen. Beide sind langjährige Camperfreunde meiner Eltern. Mit selbstgemachten Köstlichkeiten werden wir und Makita verwöhnt.  Als wir mit den Aufbauarbeiten fertig sind, kommt auch überraschend "Oberwart" am Campingplatz an. Wir haben es uns nun hier gemütlich eingerichtet - der Jahreswechsel kann nun kommen.

 
 
 

Tag 11: Camping Rocca Dei Tramonti

Routine stellt sich ein. Morgenrunde am Strand mit Makita, kurzer Plausch mit Helga und Peppo, relaxen, essen, schwimmen, Drohne fliegen, Pediküre, essen, Abendrunde, usw. Tageshöchsttemperatur + 26 Grad Celsius.

 
 
 

Tag 12: Camping Rocca Dei Tramonti

Um 09:00 Uhr kommt der "Bäcker" auf den Campingplatz. Voll bestückt mit Brot, Baguette und Croissant in allen Variationen zu einem moderaten Preis! Gegen mittags gehen wir eine große Runde mit Makita am recht sauberen Sandstrand. Als wir auf den Platz zurück kommen, warten bereits Helga und Peppo mit einer Flasche Sekt auf uns. "Oberwart" und die neu eingetroffenen "Finkenstein"er gesellen sich ebenfalls zu uns. So vergeht der Nachmittag wie im Fluge bei einem herrlichen Sonnenuntergang.

Prosit 2024 allen unseren Freuden und Bekannten

 
 

Etna Special

Ich habe nach langer Zeit wieder meine Digitale Spiegelreflexkamera eingepackt. Leider funktionierte der Kartenleser nicht. Da heute Zeit war, fand ich im Womo einen Kartenleser von meinem Vater der funktioniert. Deswegen kommt heute ein ETNA Special.

Wikipedia: Der Ätna (italienisch Etna oder auch Mongibello) ist mit rund 3357 Meter über dem Meeresspiegel der höchste aktive Vulkan Europas. Im Juni 2013 hat die UNESCO den Ätna in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

 
 
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Tag 13: Camping Rocca Dei Tramonti (01.01.2024)

Den Jahreswechsel 2024 haben wir am Strand von Punta Braccetto verbracht. Gemeinsam mit Peppo und Helga sowie Bärbel und Klaus stießen wir auf das neuen Jahr an. Die Silvesterschießerei hielt sich in Grenzen, wir haben aber Makita vorsichtshalber im Womo gelassen. Den Neujahrstag sind wir ruhig angegangen. "Oberwart" verabschiedete sich am vormittag und wir gingen wieder eine ausgiebige Runde mit Makita am Strand. Seit Tagen hält mich unser SAT - Receiver auf trab. Ob das update gelingt, werde ich morgen berichten....

 
 
 

Tag 14: Camping Rocca Dei Tramonti

Nicht all zu viel ist heute passiert. Das TV HD Problem habe ich gegen 23:00 Uhr teilweise gelöst. Nun suche ich noch einen italienischen "MediaMarkt" wo ich ein Antennenkabel und einen Verteiler bekomme.. wird spannend. Wir chillen vormittags am Platz bei rund 20 Grad und nachmittags gehen wir wieder in den nahe gelegenen  Naturpark. Patricia "is not amused" da wir wieder über die Dünen an den Strand gehen müssen. Für mich ist es aber durch meine langjährige, alpine Erfahrung kein Problem, die "Berge" zu überschreiten. Morgen ziehen wir Richtung "Tal der Tempel" weiter.

 
 
 

Tag 15: Punta Braccetto - Porto Empedocle (Punta Piccola Park) ca. 140km

Nach 5 Nächten verlassen wir den Rocca Dei Tramonti Platz. Wir bezahlen € 90,00 + € 5,00  für die Tax. Wehmütig verabschieden wir uns von Helga und Peppo - es hat uns sehr gut gefallen bei euch. Peppo gab mir noch einen Tipp für einen italienischen "MediaMarkt" und einen Stellplatz in der Nähe der "Valle dei Templi". In Gela nutzen wir die Möglichkeit, die italienische Küche zu probieren. Bei McDonalds holen wir uns ein Schachtelmenü und treffen Österreicher, die wir bereits in Diamante kennen gelernt habe. Nach einem Einkauf beim Euronics Bruno und Lidl fahren wir zum Scala dei Turchi (Treppe der Türken). Die Parkplätze rund um den Felsen sind alle gut gefüllt und jede Menge Wohnmobile aus Italien kreuzen unseren Weg. Wir finden eine Parkplatz und spazieren am Sandstrand zur Treppe. Nach einigen Fotos im Sonnenuntergang fahren wir noch auf den Sosta Punta Piccola, wo wir den letzten Platz in erster Reihe ergattern. Morgen geht es dann zum Valle dei Templi.

 
 
 

Tag 16: Punta Piccola Park - Agrigent - Seccagrande ca. 65km

Wir bezahlen für die Übernachtung am Punto Piccola Park € 19,00 inkl. Camperservice, dass wir auch nutzen. Es geht zum Valle dei Templi einer der bedeutendsten antiken griechischen Städte auf Sizilien. Nach einem ca. 3stündigen Rundgang fahren wir der Küste entlang nach Seccagrande, wo wir über p4n einen herrlichen Stellplatz mitten im Ort und direkt am Strand finden. Einige Wohnmobile stehen bereits, auch ein Kollege aus Deutschland, der seinen Mercedes Bus mittels festen Brennstoffen beheizt. Mitleidig beobachte ich ihn, wie er mit der Axt sein Brennholz aufbereitet. Kurzerhand wird die MAKITA - Akkusäge angeworfen - Camper hilft Camper und er hat es warm im Bus.

 
 
 

Tag 17: Seccagrande - Selinunte - Contrada Cipollazzo (Boomerang Camping) ca. 75km

Wir lassen den Tag gemütlich angehen. Morgenspaziergang bei Sonnenschein und Wind mit Makita am Strand, danach Ham&Eggs im Wohnmobil. Gegen 12:00 Uhr verlassen wir den schönen Strand Richtung Archäologischen Park in Selinunt (Überreste der alten griechischen Stadt Selinus - 7. Jahrhundert v. Chr.) Nach einem Rundgang um den ersten "Tempio" werden wir und Makita mit dem Golfwagerl zur "Acropoli" chauffiert. Gegen 16:00 Uhr verlassen wir den Park und wollen auf dem Parkplatz übernachten. Aus dieser Idee wird leider nichts, wir müssen um 17:30 Uhr den Parkplatz verlassen. Nach einer kleinen Irrfahrt durch Selinunte finden wir über p4n einen Stellplatz, der etwa 15km entfernt ist. Dem Platz zugehörig ist eine kleine Strandbar mit Einzelofen im Zelt, wo wir noch "Pasta alla Norma" samt Vino bianco und Birra zu uns nehmen. Für die nächsten zwei Tage ist etwas Regen angesagt - unser Plan für morgen ist ein Stellplatz in der nähe von Marsala.

 
 
 

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