WRC Sardegna (mit den Rallyefreunden) 30.05. - 06.06.2023
Tag 1: Ternitz - Livorno ca.
870km
Wir
starten unsere 2023 WRC - Reise nach Sardinien am 30.05.2023 um 07:00
Uhr in Ternitz. Team 1 fährt gegen 07:00 Uhr über die S6 nach
Judenburg - St. Veit - Villach - Bologna bis Livorno, wo wir gegen 17:00 Uhr im
Hafen ankommen. Team 2 holte in Graz noch den Leihbus ab und
folgte uns nach Livorno. Um 16:00 Uhr treffen wir uns schlussendlich, nach
durchgeführten Drogentest, am Check Inn der Moby Lines. Nach der
"Knacka" mit Semmel und Bier, gab es den obligatorischen 3-2-1 Spruch, um 20:30
Uhr fahren wir halbwegs gerade auf die Fähre. Die Fähre legt pünktlich
um 21:00 Uhr ab.
Wir erreichen Olbia am nächsten morgen um 06:00 Uhr
nach 9h Fahrzeit.
Tag 2: Porto Olbia - Porto Taverna -
Camping
San Teodoro la Cinta ca. 35km
Wir fahren von der Fähre zu einem mir / uns bekannten Stellplatz am
Porto Taverna. Wir sind nicht die einzigen Camper am Parkplatz.
Ziemlich übermüdet wollen wir am Parkplatz frühstücken. Sessel und
Bank raus. Ich koche Kaffee und dann.... zwei Damen in Uniform
kassieren wegen "Campingverhalten" € 83,-- von uns. Diskussion sinnlos
- wir erhalten eine Bescheid - den Betrag müssen wir überweisen...
Etwas zerknirscht räumen wir das Feld und gehen in´s 12.1 Cafe am
Strand. Das herannahende Gewitter überleben wir mit knapper Not in der
Veranda des Cafe´s. Es geht weiter zum Camping San Teodoro, wo wir in
letzter Reihe eine Platz für unseren zwei Camper bekommen. Nach einem
Grillnachmittag geht es noch eine Runde an den Strand. Morgen wollen
wir zur ersten Sonderprüfung (2-5) der WRC Sardegna 2023 starten.
Tag 3: Camping San Teodoro -
Irgendwo bei 40.737, 9.454 ca. 50km
Wir
füllen noch unsere Vorräte in San Teodoro auf, bevor wir in die
Wildnis starten. Die Anfahrt zur Sonderprüfung 2/5 erfolgt über die
Bundesstrasse. Es geht ab ins Gelände. Der erste Eindruck ist eher
ernüchternd - Auf Google Maps sah alles etwas besser aus. Ich jage den
Renault, im ersten Gang, über eine Schotterstrasse bergauf - kein Weg
zurück - wir müssen da durch. Durchdrehende Räder bringen uns zum
Plateau der Sonderprüfung. Oben angekommen - kurze Verschnaufpause für
das Auto und den Fahrer. Wir fahren weiter - Wasserdurchfahrt - kurze
Überlegung - JA wir kommen hier durch. 100m nach der Durchfahrt finden
wir den ersten Platz zum übernachten. Ich hoffe, dass mein Papa gerade
nicht heruntergeschaut hat.... Der Platz ist perfekt für den nächsten Tag. Wir bauen unser Camp
auf und der Griller wird wieder angeworfen
Die
erste Wertungsprüfung startet und wir stehen direkt an der Strecke.
Wasserdurchfahrt 1A, Speed OK. Das Wasserloch wird immer tiefer, die
Auto´s verlieren teilweise ihren Unterbodenschutz und
by WOWSlider.com v9.0
Stoßstangen, etc.
Die zweite Prüfung wird leider neutralisiert. Alle Teilnehmer müssen
aber die WP ausfahren. Bei unserem Wasserloch verreckt ein Auto nach
dem anderen, da die Geschwindigkeit zu gering ist, und die Fahrzeuge
Wasser ansaugen. Der Commissari, wir und die Tschechen halten alle
Autos auf und teilen ihnen mit - VOLLGAS. Hinter dem Wasserloch
versammeln sich bereits mehrer Fahrzeuge die sprichwörtlich
"abgesoffen" sind. Am
späten Nachmittag ist der Zauber vorbei und wir wollen weiter - nur
wohin? Durch das Wasserloch können wir nicht mehr und uns wird
mitgeteilt, dass die andere Richtung mit dem Wohnmobil aufgrund der
ausgefahrenen Schotterpiste nicht möglich ist. Nur mit 4x4 oder mit
einem SUV wäre es
möglich. Nach langen Überlegungen entscheiden wir uns die unmögliche
Variante zu bevorzugen. Uns erwarten spannende 20km Schotter /
Sandpiste mit Kehren hinauf und bergab.
Wir
kommen wohl oder übel in Padru an. Weiter geht es über die Autobahn
zur nächsten WP am Folgetag, wo wir in einem Windrad - Park unseren
Platz für den kommenden Tag finden.
Tag 5: 40.779, 8.976 - Camping Village Capo d'Orso ca. 120km
Der
Vormittag verläuft sonnig und warm. Wir stehen in einer Zuschauerzone
mit Ausschank. Das Bier ist heute in Aktion und kostet anstelle € 2,00
nur € 1,50. Einige hundert Meter wandern wir in die
Wertungsprüfung. Nach der Mittagsrast, mit einem Nudelgericht, beginnt es
zu regen, der bis zum Nachmittag leider nicht mehr aufhört. Nach der
zweiten WP verlassen wir den Windpark um auf die letzte WP am Sonntag
zu fahren. Nach gut 80km erreichen wir den Start. Über eine
Schotterstrasse, die immer enger und enger wird, fahren wir durch eine
kleine Siedlung - Millimeter passen zwischen den Steinmauern und
unserem Wohnmobil. Etwas entnervt fahren wir aus der Prüfung und
überlegen, wie wir weiterfahren können. Wir entscheiden uns, nochmals
in die Prüfung einzufahren und einen Platz zu suchen - vergebens, denn
wir finden leider keine einzige Stelle, wo wir sicher parken können.
Gegen 21:00 Uhr brechen wir ab und fahren zu einem Campingplatz -
we are full! Leider nix, weiter geht es zum nächsten Campingplatz
-
Capo d'Orso in der
nähe von Palau. Wir bekommen einen Platz und bleiben hier nun zwei
Nächte.
Der Tag
beginnt mit einem gemütlichen Frühstück, danach besichtigen wir den
Campingplatz und den Strand. Zum baden ist es ein wenig zu kalt.
Zufällig
finden wir das Campingrestaurant mit der Bar, wo wir uns ein paar Bier holen.
Leider fängt es wieder stark zu regnen an und wir haben keine Chance,
zum Wohnmobil zurückzukommen. Wir müssen (!!) leider in der Bar
bleiben. Die letzte Sonderprüfung verfolgen wir am Fernseher. Als es nach 4 Stunden aufhört zu Regnen, gehen wir kurz zum
Wohnmobil, wo wir endlich (!!) etwas trinken können. Wir haben für
19:00 Uhr einen Tisch im Restaurant bestellt, wo wir eine sehr gute
Pizza bekommen. Ende des Tages unbekannt!
Tag 7: Camping Village Capo d'Orso -
Hafen Olbia 40km - Livorno - Bologna ca. 200km
Die
Sonne scheint und wir müssen zum Schiff, welches um 09:00 Uhr ablegt.
Nach einem Tankstopp kommen wir zum Hafen in Olbia, wo wir neue
Tickets besorgen müssen, da auf dem Retourticket leider das
Kennzeichen falsch angegeben ist. Nach einer ruhigen Überfahrt
erreichen wir gegen 18:00 Uhr Livorno. Wir wollen noch Kilometer
machen und fahren an Pisa vorbei nach Bologna, wo wir ca. 10km nach
der Stadt eine Tankstelle finden, wo wir übernachten wollen. Da wir
noch Hunger haben, wird kurzerhand der Griller ausgepackt und wir
machen uns die letzten Würstel direkt am Parkplatz der Tankstelle.
Knackige 680km müssen wir heute noch fahren. Wir starten gegen
08:30Uhr die Fahrzeuge. Team 2 fährt voraus, da der Bus in Graz
zurückgegeben werden muss. Wir treffen uns im Oldtimer Restaurant am
Wechsel für eine kurze Nachbesprechung, bevor wir die letzten
Kilometer zurücklegen. Gefahren sind wir insgesamt ca. 2.100km