Nach einigen noch notwendigen Erledigungen können wir erst gegen
Mittags abfahren. Der Weg führt uns über die S6 nach Scheifling über
Tamsweg nach Lienz, wo wir gegen 16:00 Uhr im Lokal meines Freundes
Peter
"Im Stadl" in Nußdorf - Debant bei Lienz ankommen. Nach einigen
Begrüßungsgetränken lassen wir uns noch kulinarisch verwöhnen. Da
unser ausgewählte Campingplatz am Tristachersee um 19:30Uhr schließt,
müssen wir uns leider um 19:00 Uhr von Peter verabschieden, damit wir
noch in den Campingplatz einfahren können. Wir suchen uns einen
Wiesenplatz in der nähe des Sees und gehen mit Makita noch eine kleine
Runde.
Tag 2: Lienz - Parkplatz Refugio Auronzo (Drei Zinnen Parkplatz) ca.
90km
Wir treffen uns vormittags nochmals mit Peter und verabschieden uns
gegen Mittags. Wir fahren weiter Richtung Italien über Sillian,
Toblach zum Refugio Auronzo, wo wir am Parkplatz auf 2.300m Höhe
übernachten wollen. Für die Maut werden uns € 30,-- verrechnet,
zusätzlich für die Übernachtung (24h gültig) zahlen wir nochmals €
15,--. Am Parkplatz angekommen, erwischen wir noch einen freien
Parkplatz zum übernachten. Es ist bewölkt und es wird kalt. Die
Gasheizung wird angeworfen und wir können ein wenig die Sonne beim
Untergang beobachten.
Am nächsten Tag mache ich einen Rundgang um die Drei Zinnen, Patricia
hat aufgrund ihrer gebrochenen Zehe Hausarrest und bleibt alleine beim Wohnmobil. Makita fühlt
sich "pudelwohl" obwohl sie eine Schäferhündin ist. Ich gehe im
Uhrzeigersinn um die Drei Zinnen - fast ganz alleine. In der Langalm
vergönne ich mir ein kaltes Bier und gehe danach weiter Richtung
Lavaredohütte - wo ich gegen mittags auf die Besucherströme
treffe. Im "gewurl" der Halbschuhtouristen mache ich eine kurze Pause,
ehe ich nach gut 4h wieder beim Wohnmobil ankomme - eine super Tour!
Nach kurzer Rast fahren wir weiter, zwischenzeitlich wird wieder in
einem Fluss geplanscht und wir kommen über p4n nach Freina zur
Area sosta camper Sitting Bull
Ranch.
Tag 4: Freina - Alta
Badia - Gröden - Kastelruth - Seiser Alm - Kalterer See - Fai della Paganella
ca. 180km
Ein turbulenter Tag,
der nicht wirklich so geplant war. Wir starten mit einem gemütlichen
Frühstück am Stellplatz. Wir fahren über Alta Badia, Grödner Joch
nach Kastelruth auf den geplanten Stellplatz mit Pizzeria. Wir
kommen um 14:00 Uhr an - Küche leider schon geschlossen. Der
Stellplatz hinter dem Lokal gefällt uns auch nicht wirklich und wir
fahren weiter zur Seiser Alm (Stellplatz lt. p4n). Essen eine Pizza
und überlegen, was wir heute noch machen wollen. Da das Handicap von
Patricia immer größer wird (gebrochene kleine Zehe) überlegen wir
erstmalig, ob wir die Alpentour abbrechen bzw. grundlegend ändern
sollen. Über Bozen fahren wir über die Brenner Autobahn Richtung
Süden. Bei einem Tankstop schauen wir nochmals in die App und finden
einen Stellplatz am Kalterer See. Durch die riesengroßen
Apfelplantagen kommen wir zum Stellplatz - alles voll. Die
Motorölanzeige schreit nach Nachschub und wir suchen eine Stelle, wo
wir in Ruhe parken bzw. auch Öl nachfüllen können. Nach getaner
Arbeit finden wir in Paganella einen Stellplatz, den wir gegen 20:00
Uhr erreichen. Ein neuer Platz, betrieben von der Gemeinde ist unser
heutiger Übernachtungsplatz.
Tag 5, 6 und 7: Paganella - Malfein - Anfo (Lago d ´Ídro) ca. 90km
Nach einer ruhigen Nacht
geht's weiter. Wir fahren über den Lago die Molveno (Badeaufenthalt)
nach Anfo auf den Campingplatz Pilu in Anfo. Der Platz gefällt uns auf
Anhieb und wir bekommen einen Platz in erster Reihe - perfekt für uns
und auch für Makita. Wir beschließen, ein paar Tage hier zu
verbringen.
Tag 8: Anfo - Maniva Pass - Dosso dei Galli (NATO Base) - Camping
Remal Anna Fusi ca. 100km
Wir fahren heute den Maniva
Pass, Co - Pilotin wird aufgrund der engen Strassen und der
entgegenkommenden Motorräder etwas nervös aber ohne Probleme schrauben
wir uns über die 1.000m Seehöhe hinauf. Am Pass angekommen, gehen wir
eine kleine Runde. Hunderte Motorräder bei bestem Wetter haben sich
hier versammelt. Auch einige Wohnmobile haben sich bereits
eingerichtet. Wir fahren aber weiter zu einem "Lost Place"
einer ehemaligen NATO Radarstation aus vergangenen Zeiten. Ich gehe mit Makita alleine die 500m zur Station. Weiter geht es über eine üble
Schotterstrasse, die aber für unser Mobil (und den Fahrer ;-) keine
Probleme darstellt. Nun ist es so weit, wie machen wir weiter....?
Weiter die Alpen entlang oder Badeurlaub in Kroatien. Nach einer
demokratischen Abstimmung zwischen uns beiden, beschließt die Mehrheit
nach Kroatien zu fahren. Es geht noch zu einem Stellplatz, wo wir eine
Nacht verbringen.
Tag 9:
Camping Remal (Italien) - Camping Omišalj (Krk Kroatien.) ca. 480 km
Roadtrip nach Kroatien!
Über die Bundesstrasse geht es über Brescia auf die Autobahn bis
Triest, danach über die Bundesstrasse nach Slowenien auf die Insel Krk,
wo wir am späten Nachmittag noch einen Platz auf dem Campingplatz
Omišalj
bekommen. Etwas eingeengt stehen wir zwischen den Bungalows neben dem
Müllplatz. Der Strand und das Restaurant sind sehr gut aber mehr als
eine Nacht wollen wir hier nicht bleiben.
Tag 10 - Tag
14:
Insel Krk - Camping Simuni (Insel Pag) ca. 130km
Die Küstenstrasse
entlang, Einkaufstopp bei einem Spar - Markt, fahren wir bis Prizna,
wo uns die Fähre auf die Insel Pag bringt. In Simuni angekommen,
wollen wir einen Platz in der "FreeZone" nehmen. Diese Plätze sind
direkt am Strand - ohne Schatten aber mit voller Infrastruktur
(Wasser, Strom, etc.). Der Stellplatz ist direkt am Hundestrand, also
haben wir in den nächsten Tagen ein Highlight für unsere Makita. Wir
bleiben einige Tage und genießen die Sonne, das Meer und die Ruhe.....
pro Nacht bezahlen wir € 67,--
Tag 15:
Camping Simuni (Pag) - Camp Sibuljina ca. 90km
Abfahrt aus Simuni nach
Pag, wo wir eine kleine Stadtrunde mit anschließendem Mittagessen
unternehmen. Bei einem Einkauf treffen wir auf unser Vorgängermodell -
Chausson Welcome 9 aus Schweden. Wir fahren weiter und finden
einige Campingplätze, die aber nicht unseren Anforderungen
entsprechen. Schließlich landen wir im Camp
Sibuljina, wo wir
eine Nacht verbringen.
Tag 16
- Tag 20: Camp Sibuljina - Drage Camp Romantica ca. 110km
Über whatsapp erfahre
ich, dass einer meiner besten Freunde in Drage ein
Appartement
gebucht hat. Mike und Dany aus Hall bei Admont - beide kennen wir seit
Jahren und wir treffen uns meist einmal im Jahr. Uns verbindet eine
langjährige (Rallye) - Freundschaft - beide sind uns sprichwörtlich
"ans Herz gewachsen". p4n gibt uns mehrere Campingplätze in Drage
bekannt. Wir reservieren bei einem Campingplatz. Der Betreiber teilt
uns aber mit, dass ein Platz verfügbar ist aber nicht in der ersten
Reihe. Wir fahren ca. 110km zum Platz und müssen feststellen, dass der
Platz in fünfter Reihe nicht wirklich attraktiv für uns ist. Etwas
enttäuscht fahren wir wieder weiter, als uns 100m nach dem
Campingplatz ein Kroate mit Baseballkappe winkt und uns mitteilt, dass
bei ihm ein Platz in der "First Row" frei wäre. Nach kurzen
Preisverhandlungen nehmen wir den Platz direkt am Meer. Da Mike und
Dany eine Woche gebucht haben, wollen wir ebenfalls ein paar Tage
bleiben. Der Platz und die Sanitäranlagen sind sauber und gepflegt. Am
folgenden Tag gehe ich Richtung Drage, wo ich mich mit Mike und Dany
in einer Strandbar treffe. Bei diesem treffen setze ich mich
unglücklicher Weise auf mein Handy - das Display bricht und wir fahren
am nächsten Tag mit dem Wohnmobil Tag nach Zadar (2x40km) zum Handy -
Shop. Dieser muss das Display bestellen und ich kann es morgen wieder
abholen. Mike borgt mir am nächsten Tag sein Auto und so kann ich mein
Handy am nächsten Tag wieder abholen.
Tag 21 - Tag 22:
Drage Camp Romantica - Sibinj Krmpotski (Senj) ca.
200km - Ternitz ca. 500km
Unser
Urlaub geht schön langsam in die Zielgerade. Wir fahren die gesamte
Küstenstrasse Richtung Rijeka. Einige male bleiben wir für einen
Fotostopp stehen und lassen auch die Drohne fliegen. ca. 20km
nördlich von Senj finden wir einen "aufgelassenen" Campingplatz
direkt am Meer. Es stehen bereits einige Wohnmobile dort. Nach
Rücksprache mit den österr. Nachbarn, können wir hier übernachten.
An der Strasse gibt es einen kleinen Imbiss, der natürlich vom
Campingplatz lebte (!!). Die Damen teilt uns ebenfalls mit, kein
Problem - "Free Camping". Also verbringen wir die Nacht direkt am
Meer. Am Morgen gehe ich mit Makita schwimmen und plötzlich steht
die Polizei am Platz... ALLE (!!) werden zu Kasse gebeten und es
wird uns mitgeteilt, dass wir illegal hier übernachtet haben - € 130
bitte. Zerknirscht bezahlen wir die Strafe und machen uns vom Acker
- die Tafel bei der Einfahrt ist verschwunden und der Imbiss hat
geschlossen - Ein Schelm der böses denkt.
Die
Stimmung bessert sich - das Wetter leider nicht. Es regnet immer
wieder und es geht starker Wind. Auch die Wettervorhersage sagt
nichts gutes, deswegen beschließen wir, dass wir nach Hause fahren!