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Stathelle - Råde - Strömstad - Uddevalla - Stora Höga - Halmstad
ca. 530 km
Von
Stathelle ging es weiter zum Oslofjord. Am Weg nach Horten knacken
wir die
10.000 km
Marke unserer Reise. Angekommen fahren wir zum
Fähranleger nach Moss. Für die 20minütige Überfahrt wären NOK
634,- fällig, jedoch mit der
autopassferje.no, die wir bereits in
ganz Norwegen nutzten, sollten wir nur 50% bezahlen. Falsch
gedacht, denn unser Kennzeichen wird hier von den automatischen
Kameras nicht erkannt. Wir schieben mit der Warnblickanlage retour
zu einem besetzten Schalter. Die Dame meinte, dass unser
Kennzeichen in ihrem System nicht aufscheint. Wir erklären ihr,
dass wir seit zwei Monaten in Norwegen keine Probleme hatten,
jedoch besteht sie auf die NOK 634,- (rd. EURO 56,-) für die
Überfahrt. Etwas angefressen gebe ich ihr meine Karte, damit der
Betrag abgebucht werden kann. Mehrmals reicht sie mir ihr
Kartenlesegerät ins Auto, jedoch wird meine Karte nicht erkannt -
Karma, hihi :-) Es wird der Dame allmählich zu blöd, sie steht
auf, macht uns mit einem Augenzwinkern den Schranken auf und wünscht
uns eine gute Überfahrt. Zu fortgeschrittener Zeit und bei miserablem
Wetter übernachten wir heute auf dem leeren Kirchenparkplatz von
Råde.
Am Vormittag des nächsten Tages füllt sich
innerhalb weniger Minuten der Kirchenparkplatz - eine Hochzeit
steht am Programm. Da ich mich mit Jogginghose und Kaffeebecher
etwas deplaziert fühle, fahren wir vom Parkplatz ab Richtung
Süden. Die heutige Fahrt auf der E6 ist nicht lustig. Durch
seitliche Sturmböen mit bis zu 80km/h benötigen wir teilweise zwei
Fahrspuren auf der Autobahn. Aus, Ende ich mag nicht mehr. Wir
fahren nach wenigen Kilometern wieder von der E6 ab nach
Strömstad,
wo wir am örtlichen
Wohnmobil - Parkplatz (ohne V+E) um
umgerechnet EURO 18,- den restlichen Tag und die Nacht verbringen.
Am
nächsten Tag besichtigen wir Strömstad und ein Zuckerlgeschäft -
was für eine Freude für eine(n) von uns....
Etwa 85 % der Besucher Strömstad sind Norweger, die den kurzen
See- bzw. Landweg nutzen, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak billiger
einzukaufen. Auch die Schiffsliegeplätze im (Jacht-) Hafen dürften
deutlich günstiger als in Norwegen sein.
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Aufgrund der seit Tagen fehlenden Sonne, sind unsere Batterien am
Limit und fast leer. Wir suchen daher heute einen Stellplatz , wo
wir Strom zur Verfügung haben. Fündig werden wir in Uddevalla am
neu errichteten Stellplatz (EURO 30,-) nahe dem Badestrand mit
angrenzendem Hundebadestrand - da freut sich unser Mädel!
Die Parkzeit wird in Uddevalla von 12:00 Uhr bis 12:00 Uhr
bezahlt, deswegen müssen wir den Platz mittags räumen. Da Patricia
heute länger arbeiten muss, stellen wir uns auf einen kostenfreien
Parkplatz in der Nähe und ziehen die Energie für Laptop, Monitor
und Starlink wieder von den aufgeladenen Akkus.
Nachmittags
steuern wir einen kostenlosen Parkplatz am Meer an, wo wir einen
der letzten Plätze ergattern. Patricia kann hier ihrer Arbeit
wieder nachgehen und am Abend schauen wir uns noch das EM
Halbfinale im TV an.
Mit Starkregen starten wir in den nächsten Tag. Da wir wieder
keine Sonnenstrahlen zu Gesicht bzw. zu den Zellen bekommen, sind
die Batterien schnell am Ende bzw. leer. Unser Ziel ist heute
Halmstad (Laxvik Camping) am 30km langen Mellbystrand.
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Halmstad
- Mellbystrand - Vistorps Hamn - Landskrona
ca. 125 km
Am Laxvik Campingplatz
verbringen wir nur eine Nacht, da uns zum wiederholten Male der
Meerblick fehlt. Da es im Zeitraum 01.05. - 15.09. ein Hundeverbot am
Mellbystrand gilt, machen wir nur einen kurzer Strandspaziergang mit
der Madame - ziemlich die einzige Unternehmung die wir hier machen. Am
nächsten Tag geht es zu einem Großeinkauf im Mellbystrand
Shoppingzentrum (u.a. neue Teller für´s Wohnmobil MÜSSEN es sein).
Danach wollen wir wie 2022 mit dem Mobil direkt auf den Strand -
daraus wird nichts. Wir wissen leider nicht, ob dies generell nun
verboten wurde oder nur in der Nebensaison erlaubt ist.
Da das Wetter
auch wieder nicht sonderlich zum Baden einlädt, fahren wir zu einem
Parkplatz in Vistorp, wo wir einen herrlichen Stellplatz (ohne V+E)
direkt an einem (Hunde) - Strand finden. Bei unsere Ankunft stehen nur
3 Mobile am Platz - dies ändert sich bis zum Abend radikal. An die 15
Mobile werden am Abend gezählt. Um 18:00 Uhr kommt eine nette Dame und
kassiert von jeden EUR 15,- oder 150 Schweden Kronen ab. Da uns der
Platz sehr gut gefällt, wollen wir noch einen zweite Nacht hier
verbringen. Am nächsten Tag füllt sich der Parkplatz zusätzlich mit
Locals, die das ausnahmsweise schöne Wetter ebenfalls für ein Bad in
der Ostsee nutzen.
Zwischenzeitlich wird die Fähre von Gedser nach
Rostock (Scandlines) um EUR 112,- gebucht und die Überfahrt über die
Øresundsbron quasi gebucht. Die reguläre Fahrt über die Brücke
würde für uns EURO 135,- kosten. Wir nehmen uns ein Jahresabo (ØresundGO)
um EURO 48,- und bezahlen deshalb für unser 7,05m Mobil "nur" mehr
EURO 47,- (Ersparnis immerhin EURO 40,-)
Am Abend gesellen
sich zwei Busse (einer aus NK und der andere aus MD) zu uns. Es wird
ein wenig abgetratscht denn beide haben ebenfalls das Kap besucht. Das
Wetter am nächsten Tag ist wieder beschienen... Wir als auch alle
anderen verlassen den Platz - unser Weg führt uns in den Hafen von Landskrona
(Stellplatz
Lundåkra).
Auf diesem Platz haben wir bereits 2022 übernachtet. Der Regen wird
intensiver und es regnet bis in die Abendstunden ohne Unterbrechungen.
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Landskrona - Idestrup (Ulslev Camping) - Rostock - Lenz (SP. "Zum
Hafen")
ca. 400km
Der Morgen begrüßt
uns mit einem freundlicheren Himmel, und wir setzen unsere Reise
Richtung Dänemark fort. Über die imposante
Øresundsbron gelangen wir nach Dänemark, wo wir einen riesigen
Troll entdecken, der an einer Brücke hängt. Da das Meer hier nicht
besonders einladend wirkt, fahren wir weiter nach Nykøbing Falster,
um unsere Wäsche zu waschen. In der Selbstbedienungswäscherei
stellen wir fest, dass die Bezahlung nur mit dänischen Kronen oder
mit einer App möglich ist. Ohne unsere Wäsche gewaschen zu haben,
packen wir wieder ein und fahren zum
Ulslev Campingplatz, wo heute zufällig ein Spanferkel gegrillt
wird. Wir lassen uns das Festmahl nicht entgehen und genießen das
"All-you-can-eat"-Buffet in vollen Zügen. Ich beginne den Tag mit
einer ausgedehnten Runde am Strand zusammen mit Makita. Wir legen
einige Kilometer am leeren Sandstrand zurück, bevor es wieder zum
Platz geht. Nachdem wir mit der Rezeption einen "Late Checkout"
vereinbart haben, verlassen wir den Campingplatz erst gegen 18:30
Uhr in Richtung Gedser. Dort legt unsere Fähre der Scandlines mit
20 Minuten Verspätung um 20:30 Uhr nach Rostock ab. Wir erreichen
Rostock um 22:30 Uhr und parken im Stadtzentrum.
Am nächsten Vormittag
erkunden wir ausgiebig Rostock und besuchen anschließend eine "Open-Air"-Wäscherei
am Parkplatz eines Einkaufszentrums. Nach einem kurzen, aber
heftigen Gewitter verlassen wir Rostock und fahren zum Lenz´er
Hafen auf den Stellplatz "Zum
Hafen", der 23,50 Euro pro Nacht kostet.
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Lenz (SP. "Zum Hafen") - Autohaus A13 GmbH. - Velké Březno
ca. 430km
Am folgenden
Tag zögern wir lange, ob wir nicht noch eine weitere Nacht "Am
Hafen" bleiben sollen, besonders da einige Plätze direkt am Wasser
frei werden. Wegen des unsicheren Wetters (Gewitter am Abend und
in der Nacht) entscheiden wir uns jedoch, den Platz zu verlassen.
Unser Ziel für heute ist unbestimmt; wir fahren so lange, bis es
uns gefällt oder wir einen passenden Stellplatz finden.
Kurz nach
Berlin hören wir einen lauten Knall aus dem Motorraum und spüren
deutlich, dass "etwas" gegen den Unterboden des Wohnmobils
geschlagen hat. Da ich mir sicher bin, nichts überfahren zu haben,
halten wir auf dem nächsten Parkplatz an. Beim Ausrollen höre ich
schon ein ohrenbetäubendes Quietschen aus dem Motorraum. Der erste
Verdacht bestätigt sich bald: Etwas stimmt nicht mit dem
Keilriemen oder der Lichtmaschine. Nach einer kurzen Inspektion
beschließen wir, so schnell wie möglich die Autobahn zu verlassen
und eine Werkstatt zu suchen. Die erste Werkstatt kann uns leider
nicht helfen (keine Grube oder Hebebühne für Wohnmobile), aber die
Burschen der BMW Werkstätte verweisen uns an das
Autohaus
A13. Dort angekommen, wird unser Wohnmobil nach Klärung der
Formalitäten sofort in die Notaufnahme gebracht (es ist bereits
16:00 Uhr!). Es stellt sich heraus, dass der
Keilrippenriemenantrieb der Lichtmaschine kaputtgegangen ist. Nach
Besprechung der weiteren Schritte dürfen wir wieder einmal auf dem
Parkplatz der Werkstatt, inkl. Stromanschluss, übernachten. Am
Abend gehen wir zum Italiener, wo wir sehr gut essen - es hilft ja
nichts. Zusätzlich nehmen wir einen Gutschein in Höhe von EURO
50,- für die Mechaniker, die sich bis jetzt super um uns und um
unser Wohnmobil gekümmert haben. Nach einer ruhigen Nacht auf dem
Werkstattgelände kommt unser Wohnmobil um 08:20 Uhr in den OP.
Gegen 11:20 Uhr dürfen wir unseren "Burschen" im Aufwachraum
besuchen. Nach einem Tratsch mit dem Chef, der Bezahlung der
Rechnung und der Übergabe des Gutscheins verabschieden wir uns vom
wohl teuersten Stellplatz, den wir je hatten.
Ohne Probleme fahren
wir an Dresden vorbei und fahren danach über die Grenze nach
Tschechien. Kurz danach gehts auf den
Marina
Kemp Valtirov
direkt an der
Elbe. Ein Platz inkl. Strom um EURO 28,- mit direktem Zugang zur
Elbe - ein vergnügen natürlich für Makita. Hier verbringen wir nun
zwei Nächte, ehe es Richtung Österreich weitergeht (noch ca. 470km
to go)
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Velké Březno
- Bruck / Leitha - Ternitz
ca. 540km
Die
letzte Etappe unserer Reise führt uns durch Tschechien zur
Excalibur City. Nach einem gutbürgerlichem Essen geht es zur
Grenze in Haugsdorf, wo wir überraschend die Reisepässe
kontrolliert werden. Wir haben in den letzten Monaten 15 Mal (!!)
eine Ländergrenze passiert und wurden dabei kein einziges Mal
kontrolliert - es gab auch keine Kontrollstellen. Die Polizei
wollte übrigens nur wissen, ob wir Reisepässe mit dabei haben....
Nach einem kurzen Besuch bei Freunden in in Bruck / Leitha
überschreiten wir in Trumau die 12.000km. Eine schöne Reise mit
sehr vielen Eindrücken liegt hinter uns. Wir werden wohl einen
gewissen Zeitraum benötigen, all unsere Erlebnisse und Erfahrungen
zu verarbeiten.
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Liebe
Follower & Mitreisende
Unsere Nordkap - Reise
2024 neigt sich langsam dem Ende entgegen. Wenn wir zum
Ausgangspunkt unserer Reise zurück denken, liegen nun bald 3
Monate und 12.000 km hinter uns. Am 22.April starteten wir über
Tschechien, Polen, dem Baltikum über Finnland nach Norwegen, wo
wir am 21.Mai 2024 den nördlichsten Punkt Europas erreichten. Ein
unvergessliches Erlebnis, das Nordkap mit eigener (Motor) - Kraft
erreicht zu haben. Ohne großartige Vorplanung haben wir diese
Reise begonnen, da wir uns großteils an den Reisenberichten und
Tourenbeschreibungen meiner Eltern orientierten. Wir standen
oftmals auf Plätzen, die meine Eltern 2008 bereits besucht hatten.
Ebenso wurden einige Orte aufgesucht, die ich gemeinsam mit ihnen
1986 bereits besucht haben. Die Routenvorgabe war oftmals in "memoriam
an haka" (meinem Vater Hans Karner) und wie es der Zufall so
haben wollte, waren wir am 23. Mai am Nordkap - an diesem Tag
hätte mein Vater seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert. An einem
Ort und in einem Land, welches ihn immer fasziniert hatte. Bis zu
letzt hat er immer davon geträumt, nochmals nach Skandinavien zu
reisen.
Der Rückweg vom Kap verlief
großteils in Küstennähe wo wir sehr viele Highlights, oft bei
schönstem Wetter aber auch bei Regenwetter & Schneesturm erleben
durften. Wir sind froh und dankbar dafür, dass wir die Möglichkeit
bekommen haben, diese Reise machen zu können und wollen keine
Minute davon missen. Wir sind schon selbst sehr gespannt darauf,
wie unsere Auszeit im September weitergehen wird, nachdem ich
zwischendurch auch nochmals mit meinen Rallyefreunden zur WRC nach
Finnland fliegen und ein paar Tage am Schneeberg verbringen werde.
Unsere Videomitschnitte und Highlights der Reise werden wir in den
nächsten Tagen und Wochen online stellen. |
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