AUSZEIT

Slowenien - Kroatien - Bosnien - Montenegro - Albanien - Griechenland - Albanien - Montenegro - Kroatien - Slowenien

 

Tag 1 & 2: (11. und 12.10.2024)

 Ternitz - Ptuj (Slo) - Seline (Kro) ca. 560km

Die Zeit ist gekommen, die Räder wieder ins Rollen zu bringen!

 Nachdem zu Hause alle Sturmschäden behoben und notwendige Termine sowie Besorgungen (unter anderem Hundefriseur, neue Reifen...) erledigt wurden, sind wir erneut auf dem Weg nach Griechenland. Wie schon im Jahr 2022 wähle ich die Küstenroute über Kroatien, Montenegro und Albanien. Unser Team besteht vorerst nur aus Makita und mir; das Frauchen wird uns erst in einigen Wochen per Flugzeug folgen.

Nach einer herzlichen Abschiedsfeier mit meiner Familie starte ich am 11.10. um die Mittagszeit über die A2 und Bad Radkersburg Richtung Slowenien. Um die 16 Euro für die slowenische Autobahn zu sparen, nehme ich die Bundesstraße nach Ptuj, wo ich am Camper Stop Zabovci für 20 Euro die erste Nacht verbringe.

Am zweiten Tag führt mich meine Reise über einige Umwege weiter nach Kroatien zum Camp Igor in Seline. Dort werde ich die nächsten zwei Tage für 15 Euro pro Tag verbringen. Mein Stellplatz ist nur etwa 3 Meter vom Meer entfernt, was natürlich meine pelzige Gefährtin sehr freut.

 

Tag 3: (13.10.2024)

Camp Igor

 

"Ankommen" und relaxen stand heute am Programm. Ganz so war es auch wieder nicht. Am Vormittag startete ich zu einer Bergtour und bestieg den 4.371m hohen Vaganski Gipfel im Paklenica Nationalpark. Gut 3 1/2 Stunden dauerte der Rundwanderweg, der Makita alles abverlangte. Für mich als erfahrener Extrem - Alpinist des ÖTK - Ternitz, stellte diese Herausforderung natürlich keinerlei Probleme dar....🤣

 

Belohnt wurden wir beide am Abend durch einen schaurig schönen Sonnenuntergang über der Bucht. Morgen soll es nach Primosten weitergehen, zuvor steht jedoch ein Besuch im Bauhaus Zadar 🪚 am Programm.

 

Tag 4 & 5: (14. und 15.10.2024)

Seline - Zadar - Betina (Kamp Kalebić) ca. 100km

Nach zwei Nächten im Camp Igor fahre ich am Montag nach Zadar, da ein Besuch im Bauhaus ansteht. Da meine weitere Reise nach Bosnien, Montenegro und Albanien führen wird, möchte ich ein wenig aufrüsten. NEIN - es werden keine Hieb und Stichwaffen besorgt, sondern einige Kleinteile für einen uneingeschränkten Internetempfang über meinen Starlink. Die drei vor genannten Länder befinden sich nicht im EU - Roaming (horrende Gebühren für Daten und Gespräche), deshalb möchte ich mein Schüsselchen auch während der Fahrt betreiben. Kurzerhand wird nun der Dish unter dem geschlossenem Heki festgebunden, dies soll gewährleisten, dass ich unterm fahren ein eigenes WLAN über meinen Starlink im Mobil habe.

Nach dieser Erledigung mache ich mich auf die Stellplatzsuche. In Drage fahre ich zum Camp Romantica, wo der Bandit mit der roten Kappe bereits auf mich wartet und wild nach mir "wachelt". Da seine Preisvorstellungen, trotz intensiven Verhandlungen  (er will Euro 45,-- / ich biete Euro 15,--) für mich nicht in Frage kommen, fahre ich einige Kilometer weiter zum Camp Kalebic - und dass ist gut so! Ein Traumplatzerl um 17,50 / Tag (ohne Rechnung....) direkt am Strand, welcher Makita uneingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten bietet. Da das Wetter und der Platz fantastisch sind, bleibe ich hier wieder zwei Nächte. Morgen geht es wieder weiter Richtung ....?

 

Tag 6: (16.10.2024)

Betina (Kamp Kalebić) - Krka Nationalpark - Mostar (BIH) ca. 280km

 

Nach zwei Übernachtungen im Kamp Kalebic mache ich mich heute auf den Weg zum Nationalpark Krka. Für 20 Euro wird mir und Makita Einlass gewährt, obwohl niemand kontrolliert... Obwohl die Saison schon fortgeschritten ist, herrscht hier noch reges Treiben. Manchmal staut es sich wie auf der Tangente am Montagmorgen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es hier in der Hochsaison zugeht. Gegen Mittag kehre ich zum Wohnmobil zurück. Nach reiflicher Überlegung beschließe ich, noch heute nach Mostar in Bosnien-Herzegowina zu fahren, teilweise über die Bundesstraße und ab Split über die Autoput.


Am Grenzübergang nach Bosnien gibt es keine Probleme, und so erreiche ich gegen 16:00 Uhr Mostar. Kurz vor dem geplanten Parkplatz signalisiert mir ein Parkplatzwächter, dass ich für 10 Euro hier parken und übernachten könne. Ich nehme das Angebot an, da dieser Parkplatz weniger als 10 Gehminuten von der Stari Most und der Altstadt entfernt ist. Ähnlich wie im Nationalpark, wimmelt es auch hier von Chinesarl´n und Amerikanern.


Die Preise sind etwas gewöhnungsbedürftig; so zahle ich in der Altstadt für zwei Bier und ein Grillteller 11,50 Euro und der Liter Diesel kostet hier umgerechnet 1,18 Euro....
Mein Starlink funktioniert während der Fahrt tadellos. Seit der Grenzüberquerung ist mein Handy im Flugmodus aber unterwegs höre ich online Radio NÖ - naja bald werde ich 50...


Trotz der bezahlten 10 Euro für Parken und Übernachten in der Innenstadt entscheide ich mich, weiter zu einem Aussichtspunkt hoch über Mostar zu fahren, wo ich die Nacht kostenlos verbringen werde.

 

Tag 7: (17.10.2024)

Mostar (BIH) -  Blagaj - Kotor (MNE) ca. 180km

Nach einer erfrischenden Morgenrunde mit Makita am Berg Hum geht es weiter nach Blagaj, dem Ursprung der Buna-Quelle (Vrelo Bune). Diese ist nicht nur die stärkste Quelle des Landes, sondern zählt auch zu den mächtigsten Europas mit einer durchschnittlichen Schüttung von 43m³ pro Sekunde. Aufgrund der bevorstehenden ungünstigen Wetterbedingungen kehre ich zum Meer zurück.

Über Bundesstrassen fahren ich durch Herzegowina und durch die Republika Srpska nach Montenegro. Mein heutiges Ziel ist die Bucht von Kotor, wo ich im Auto Camp Đule einchecken.

 

Tag 8: (18.10.2024)

Kotor (MNE) - Petrovac (AS Hotel Montenegro) ca. 70km

 

Bei miesem Wetter verlasse ich vormittags den Campingplatz Đule, ca. 25km vor Kotor. Der Weg führt mich um die Bucht von Kotor (Küstenstrasse), wo heute zwei Kreuzfahrtschiffe vor Anker liegen. Dies macht sich bereits bei der Anfahrt bemerkbar, da eine Vielzahl an Reisebussen, Quad- und Radfahrer mir entweder entgegen kommen oder die Küstenstrasse einfach für sich beanspruchen - Radfahrer halt.... Die Stadt ist natürlich ebenfalls überfüllt, so parke ich das Mobil ca. 1km außerhalb auf einem Stellplatz, wo wir 2023 bereits übernächtigt haben. Für 3,- Euro / Stunde kann ich hier sorglos mein Mobil abstellen. Nach einer Runde durch die sehenswerte Altstadt kommen ich nach zwei Stunden wieder zurück, danach geht es zu einem Aussichtspunkt hoch über der Stadt. Nach dem auffüllen meiner Vorräte fahre ich die Küstenstrasse südwärts bis kurz vor Petrovac. Hier soll es eine Riesenbaustelle geben, die aber bereits seit mindestens 20 Jahren still steht - ein "Lost Place" des Größenwahn. Über eine steile und teilweise enge Betonstrasse kommen ich direkt zur Baustelle bzw. zum Strand, wo bereits 3 Camper parken.

 
 

Tag 9: (19.10.2024)

Petrovac (AS Hotel Montenegro)

Nach einer ruhige Nacht, wo nur das Wellenrauschen zu hören war, stehe ich am Morgen im Schatten des Riesenhotels. Im Zuge der Bauarbeiten für das Hotel, wurde auch ein Fußgängertunnel durch den Küstenfelsen zur Stadt Petrovac na moru errichtet. Dieser Weg erstreckt sich etwa 2km bis in die Stadt. Der Tunnel ist beleuchtet und es kommen mir eine Menge Touristen und Schaulustige, die ebenfalls den "Lost Place" besuchen wollen, entgegen. Nach einem Kaltgetränk und einer Pizza in Petrovac schlendere ich wieder zum Stellplatz zurück und wir begeben uns in die glasklaren Fluten der Adria.

 

Gefunden und geklaut:

Das verlassene „As Hotel“
Hinter dem Strand erhebt sich das verlassene „As Hotel“, ein Überbleibsel aus der Zeit des ehemaligen Jugoslawiens. Das Hotel wurde in den 1970er Jahren erbaut und war einst ein luxuriöser Ferienort. Nach dem Zerfall Jugoslawiens und den folgenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde das Hotel jedoch aufgegeben und steht seitdem leer. Heute sind die Ruinen des „As Hotel“ ein faszinierender Kontrast zur natürlichen Schönheit des Strandes.

Das verlassene Gebäude zieht neugierige Besucher und Urban-Exploration-Enthusiasten an, die die verfallenen Hallen und Räume erkunden möchten. Die zerbrochenen Fenster, überwucherten Fassaden und verlassenen Innenräume erzählen Geschichten vergangener Zeiten und bieten eine einzigartige, fast mystische Atmosphäre.

 

Video AS Hotel Montenegro

 

Tag 10 und 11: (20. & 21.10.2024)

Petrovac - Ulcinj Safari Camping - Golem (ALB) Sunset Camping

 

Von Petrovac aus führte meine Route über Bar und Ulcinj zum Safari Beach Camping, der 25 Euro kostet. Wir hatten diesen Platz schon im Januar 2023 besucht. Er ist zwar nicht gerade billig, aber er befindet sich etwa 30 km vor der albanischen Grenze. Am Morgen erlebte ich einen bewegenden Moment, als mich Camper aus Amstetten fragten, ob dies das Wohnmobil von Hans Karner sei. Sie kannten meinen Vater aus Sarvar und hatten seine Reiseberichte auf www.haka.co.at gelesen.

Die Überquerung der Grenze nach Albanien verlief schnell und ohne Schwierigkeiten. Makita war wie üblich unter dem Tisch "versteckt", obwohl ich eigentlich nichts zu befürchten hatte. Weiter ging es über die Bundesstraße und teilweise über eine neue Autobahn in Richtung Durrës nach Golem zum Sunset Campingplatz, der 20 Euro kostet.

 

Tag 12 und 13: (22. & 23.10.2024)

Golem - Vlora - Orikum - Himarë (Camping Kranea) ca. 225km

 

Von Golem ging es wieder weiter Richtung Süden. Teilweise über Schnellstrasse und Autobahnen - mit Gegenverkehr ist in Albanien immer zu rechnen, sei es eine Schafherde, Mopedautos oder einer Herde von Pferden, die plötzlich aus dem nichts mitten auf der Autobahn stehen. In Orikum finde ich direkt vor der Pasha Liman Basis (Stützpunkt der albanischen Marine) einen Stellplatz direkt am Meer. Neben Streunern leisten mir auch einige Wildpferd am Nachmittag Gesellschaft.

Pashaliman war in den 1950er Jahren der einzige sowjetische Stützpunkt im Mittelmeer. Es war der Brennpunkt des Konflikts zwischen den Sowjets und den Albanern im Jahr 1961, als Albanien aus dem Warschauer Pakt ausstieg, und der Streit um den Besitz von vier U-Booten der Whiskey-Klasse, die Albanien beschlagnahmt hatte. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes wurde der Stützpunkt von der Türkei wieder aufgebaut und im Rahmen eines bilateralen Abkommens hat die türkische Marine das Recht, ihn zu nutzen.

Am Mittwoch ging es durch den neu errichteten Llogara Tunnel. Der rund sechs Kilometer lange Tunnel – der längste des Landes – unterquert als Teil der SH8 den Llogara-Pass (1027 m ü. A.), der Vlora mit der Albanischen Riviera verbindet. Nach einem kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt geht es weiter zum Camping Kranea (19,- Euro), wo mein Vater haka 2013 die Österreichische Fahne hisste, die heute noch am Eingang zum Campingplatz weht.

 

Tag 14 und 15: (24. & 25.10.2024)

Himarë - Borsh - Ksamil - Sagiada (GR) ca. 110km

 

Am Donnerstag nahm ich Abschied vom Campingplatzbetreiber, der mir versicherte, sorgfältig auf die rot-weiß-rote Fahne Acht zu geben. Entlang der Küstenstrasse überflog ich mit der Drohne militärisches Sperrgebiet - ein ausgedienter U - Boot Bunker war das Ziel meiner Begierde.

Mein heutiges Ziel ist es, nach Griechenland zu kommen, doch schon nach wenigen Kilometern ist Schluss für heute. Der kilometerlange Strand von Borsh ist einfach zu verlockend. Hier haben wir schon im Jänner 2023 übernachtet. Neben einigen Campern findet man auch Kühe und Schafe am Strand. Die Strandbuden sind bereits geschlossen und im Wintermodus, was eine kostenfreie Übernachtung ermöglicht.

Am Freitag ist es dann endlich so weit – die Reise nach Hellas steht an. Doch zuvor möchte ich noch Ksamil aus der Luft erkunden. Ksamil ist ein Top-Ferienziel in Albanien und liegt an der schmalsten Stelle gegenüber von Korfu. Nach dem Drohnen - Flug nehme ich die Seilfähre über den Vivar-Kanal. Auf dem Holzponton ist Platz für maximal vier Autos oder einen Bus. Für die zweiminütige Überfahrt zahle ich jedoch 14 Euro.... Um 14:00 Uhr erreiche ich den Grenzübergang zu Griechenland in Konispol. Ohne größere Probleme überquere ich die Grenze nach Griechenland nach genau 1.771 km. Kurz hinter der Grenze gibt es einige kostenlose Stellplätze direkt am Meer, von denen aus man Korfu sehen kann. Die Plätze sind gut besucht, aber man findet sofort einen Platz.

 

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